Hauptstadtsymposium der DGPPN am 25. Oktober 2019

Das Hauptstadtsymposium der DGPPN am 25.10.2019 in Berlin gibt eine Übersicht zur Wirksamkeit psychosozialer Interventionen und den Empfehlungen des Updates der S3-Leitlinie "Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen" der DGPPN. Die Veranstaltung lotet auf dieser Grundlage aus, wie die Implementierung psychosozialer Behandlungsansätze besser gelingen kann. Darüber hinaus werden Chancen und Barrieren der Umsetzung im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutiert.

Schwer psychisch kranke Menschen haben einen komplexen Versorgungsbedarf. Sie stellen eine Kerngruppe in der Versorgung psychisch kranker Menschen dar. Dennoch partizipieren schwer psychisch kranke Menschen nur unzureichend am gegenwärtigen enormen Wissenszuwachs im Feld der psychosozialen Behandlungsmöglichkeiten. Ein Anspruch auf ein Klinikbett, die Behandlung durch einen Facharzt oder der Zugang zu Medikamenten sind wichtig aber nicht hinreichend für die Behandlung schwer psychisch kranker Menschen.  Psychosoziale Therapien sind neben somatischen Behandlungsverfahren (z.B. Medikamenten) oder psychotherapeutischen Interventionen eine wichtige und zentrale Säule der Behandlung von Menschen mit schweren psychischen Krankheiten. Sie zielen darauf, die individuellen Möglichkeiten der Betroffenen in ihrer sozialen Umgebung zu leben und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, zu verbessern und Inklusion zu ermöglichen.

Das Hauptstadtsymposium am 25.10.2019 gibt eine Übersicht zur Wirksamkeit psychosozialer Interventionen und den Empfehlungen des Updates der S3-Leitlinie "Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen". In der Leitlinie werden erstmals für den deutschen Sprachraum die psychosozialen Therapien systematisiert. Die Veranstaltung lotet auf dieser Grundlage aus, wie die Implementierung psychosozialer Behandlungsansätze besser gelingen kann und zeigt anhand von Beispielen guter Praxis auf, welche Impulse von der Leitlinie in verschiedenen Bereichen ausgehen. Nur eine gestufte und vernetzte Versorgungslandschaft kann dafür sorgen, dass schwer psychisch kranke Menschen wirklich die Hilfen bekommen, die sie individuell benötigen. Darüber hinaus werden Chancen und Barrieren der Umsetzung aus Sicht der Betroffenen, der Angehörigen sowie anderer Akteure diskutiert und Möglichkeiten des Bundesteilhabegesetzes erörtert. Ein hochrangig besetztes Podium diskutiert diese Entwicklungen.

Link zur Anmeldung: www.dgppn.de/Veranstaltungen/hauptstadtsymposien/28-hauptstadtsymposium.html


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