Die subjektive Seite der Schizophrenie

Die Landkarten haben sich coronarot gefärbt, das öffentliche Leben wird wieder eingeschränkt - es sind schwierige Zeiten. Ursprünglich sollte die trialogische Tagung „Die Subjektive Seite der Schizophrenie“ im Februar 2021 in Leipzig stattfinden. Das ist aufgrund der Pandemielage im geplanten Format nicht möglich, die Präsenztagung in Leipzig ist auf den 23.-25. Februar 2022 verschoben. Trotzdem wird es auch 2021 eine Subjektive Seite der Schizophrenie geben - und zwar als eintägige online Konferenz. Unter dem Titel: "Krise, Krise, Krise - Ansteckende Ideen für die Psychiatrie" wird am 26.02.2021, von 9.00 Uhr bis ca. 15 Uhr die Subjektive Seite im virtuellen Raum stattfinden.

Die Pandemie ist eine Lektion in Selbsterfahrung und hat viele direkte Auswirkungen auf die Lebens- und Behandlungsrealität von Angehörigen, Betroffenen und BehandlerInnnen. Sie fordert die Psychiatrie als medizinische Disziplin zu neuen Positionierungen, Selbstbildern und Konzepten heraus. Dabei ist die aktuelle "Krise" eine unter vielen. Vor allem zeigt sie uns, wo wir neu nachdenken müssen. Starke politische Polarisierung, die zunehmende ökonomische Landnahme im Gesundheitswesen und Kämpfe um Ressourcenverteilung bedrohen Minderheiten und Menschen mit wenig Ressourcen. Der Blick über die Grenzen zeigt wie wenig Hilfe es weltweit für die Vulnerablen gibt. Geplant ist ein Formate-Mix mit Keynotes, Break-out sessions und Videoproduktionen, um trialogisch nach ansteckenden Ideen zu suchen, die die Psychiatrie weiter bringen.

Dabei wird ein neues Format entwickelt: Der "Psychiatry Slam“. Entstehen soll eine möglichst bunte Sammlung von kurzen Meinungsäußerungen, die auf die Frage antworten: Was sind ansteckende Ideen für die Psychiatrie? Deshalb ist dieses Save-the-Date auch ein Aufruf. Es werden alle, Menschen mit Krisenerfahrungen, Angehörige und Profis aller Professionen gebeten, ihre Ideen mitzuteilen: In Form eines kurzen Videos (max. 5 Minuten), ohne technischen Anspruch, einfach der Handykamera erzählen wo es hingehen soll mit der Psychiatrie. Eine trialogisch besetzte Jury wird dann 9 Beiträge auswählen, die in einer Session während der Konferenz gezeigt werden. Nach einer anonymen Publikumsabstimmung wird ein Gewinner-Beitrag prämiert. Die weiteren Beiträge können in der Mittagspause außerhalb des Programms abgerufen werden.

Die Videos können (möglichst im mp4-Format, das spart Platz) über diesen Link hochgeladen werden.

Bitte parallel eine kurze Email mit Namen und Dateinamen an Sven Speerforck Sven.Speerforck(at)medizin.uni-leipzig.de schicken, damit die Beiträge zugeordnet werden können.

Der Eintritt wird frei sein.

Die Organisatoren Georg Schomerus (Leipzig), Sven Speerforck (Leipzig) , Michaela Amering (Wien) und Michael Krausz (Vancouver, BC) freuen sich auf rege Teilnahme!


© Universität Leipzig. Medizinische Fakultät Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP)